Fahrzeuge

Motivierte Feuerwehrleute sind wichtig – doch eine schlagkräftige Einheit für den Notfall bildet unsere Mannschaft erst gemeinsam mit einem dazugehörigen Fahrzeug. Unsere Spezialfahrzeuge dienen nicht nur dazu, die Einsatzkräfte rasch an den Einsatzort zu bringen. Jedes für sich hat auch eine spezielle Ausrüstung an Bord.

Je nach Art des Einsatzes fahren die einzelnen Fahrzeuge in einer festgelegten Reihenfolge aus: bei einem Brand etwa zuerst das Tanklöschfahrzeug; bei einem Autounfall das Vorausrüstfahrzeug. Hier die technischen Details zu den Fahrzeugen in unserem Fuhrpark:

Mannschaftstransportfahrzeug (MTFA)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungMTFA
FunkrufnameBludenz MTF
FahrzeugtypeVW Transporter
Baujahr2009
AufbauWalser
Techn. Gesamtgewicht2,2 t
Einsatzgewicht2,2 t
Motorleistung131 PS / 96 kW

Das Hauptaufgabengebiet dieses Fahrzeuges ist der Transport der Mannschaft zum Einsatzort und zurück ins Gerätehaus.
Zudem verfügt unser MTF über eine Verkehrsleiteinrichtung, welche besonders bei Einsätzen auf Autobahnen und Schnellstraßen nicht mehr wegzudenken ist.

Einsatzleitfahrzeug (ELF)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungELF
FunkrufnameBludenz Funk
FahrzeugtypeMercedes Benz 316CDI 4×4
Baujahr2002
AufbauMarte
Techn. Gesamtgewicht3,5 t
Einsatzgewicht3,2 t
Motorleistung158 PS / 116 kW

Das Einsatzleitfahrzeug kommt bei größeren Einsätzen als mobile Leitstelle zum Einsatz. Hier wird der Einsatzleiter bei seiner schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe durch das Team des ELF (max. 4 Mann) unterstützt.

Im Fahrzeug stehen zahlreiche Kommunikationsmittel zur Verfügung, darunter Internet (z.B. für Abfragen in Gefahrgutdatenbanken), Fax, Telefon, taktischer Funk und Bündelfunk. Auch die gesammelten Brandschutzpläne von größeren Gebäuden im Raum Bludenz werden mitgeführt. Damit ist das Fahrzeug für die strategische Lageführung ausgerüstet und Einsätze können optimal koordiniert und dokumentiert werden.

Dieses Fahrzeug steht nicht nur für Einsätze der Feuerwehr Bludenz zur Verfügung. Bei Großschadenslagen kann es von allen Feuerwehren des Bezirks, aber auch von anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen, der Behörde oder der Exekutive zur Unterstützung ihrer Einsatzleitung angefordert werden.

Vorausrüstfahrzeug (VRF)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungVRF
FunkrufnameBludenz Rüst 1
FahrzeugtypePuch 280 GE 4×4
Baujahr1984
AufbauRosenbauer
Techn. Gesamtgewicht3,0 t
Einsatzgewicht2,8 t
Motorleistung156 PS / 115 kW

Das Vorausrüstfahrzeug ist ausnahmslos für technische Einsätze konzipiert und ausgerüstet.

Es rückt bei Verkehrsunfällen bzw. bei Einsätzen mit dem Alarmstichwort  „eingeklemmte Person“ grundsätzlich als erstes Fahrzeug des Rüstzuges, mit einer Besatzung von 1:3 Mann aus.

Im Fahrzeug ist ein kompletter hydraulischer Rettungssatz, bestehend aus Rettungsschere, Spreizer, Pedalschneider und Hydraulikzylinder eingebaut. Eine Rettungssäge, ein Seilzug, diverse Anschlagmittel und Beleuchtungsgeräte komplettieren die Ausrüstung des VRF.

Drehleiter (DLK 23-12)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungDrehleiter
FunkrufnameBludenz Leiter
FahrzeugtypeSteyr 19 S 29
Baujahr1991
AufbauMarte
Techn. Gesamtgewicht19,0 t
Einsatzgewicht16,0 t
Motorleistung290 PS / 213 kW

Die Drehleiter wird in erster Linie zur Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen eingesetzt. Das zweite große Aufgabengebiet liegt in der Brandbekämpfung „von oben“, wie z.B. bei Dachstuhlbränden.

Mit dem etwa 30 Meter langen Leiterpaket kann bei einer Ausladung von 12 Metern eine Höhe von 23 Metern erreicht werden.

Die DLK rückt als zweites Fahrzeug im 1. Löschzug mit einer Besatzung von 1:8 Mann aus.

Versorgungsfahrzeug (VF-C)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungVF-C
FunkrufnameBludenz Last
FahrzeugtypeScania 4×4 CrewCab
Baujahr2017
AufbauRosenbauer
Techn. Gesamtgewicht11,6 t
Einsatzgewicht18,0 t
Motorleistung400 PS / 294 kW

Unser neuestes Fahrzeug im Fuhrpark, das Versorgungsfahrzeug – Container, dient in erster Linie zum Transport von Geräten bzw. Einsatzmitteln zum Einsatzort.

In unseren Kellerräumen lagern u.a. ca. 4.000 Liter Mehrbereichsschaummittel, etwa 3,5 Tonnen verschiedene Bindemittel (Öl, Säure, …), über 1.000 Sandsäcke und ca. 7 Kilometer Schlauchmaterial, sowie diverse Gerätschaften. Alle diese Geräte und Einsatzmittel stets auf Fahrzeugen mitzuführen, ist nicht möglich. Mit diesem Fahrzeug können wir mit wenig Personal den auf Paletten bzw. in geeigneten Rollcontainern gelagerten Nachschub schnell verladen und zur Einsatzstelle bringen.

Aber auch verschmutzte Geräte und Schläuche können noch an der Einsatzstelle in geeigneten Behältern gesammelt und so unkompliziert der Reinigung zugeführt werden.

Tanklöschfahrzeug (TLF 3000/300)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungTLF
FunkrufnameBludenz Tank 1
FahrzeugtypeSteyr 19 S 29
Baujahr1986
AufbauMarte
Techn. Gesamtgewicht19,0 t
Einsatzgewicht14,0 t
Motorleistung290 PS / 209 kW

Das Tanklöschfahrzeug ist in erster Linie für die Brandbekämpfung ausgelegt und bringt mit 3.000 Liter Wasser und 300 Liter Schaummittel ausreichend Löschreserven an den Einsatzort mit.

Es rückt als erstes Fahrzeug im 1. Löschzug mit einer Besatzung von 1:8 Mann aus.

Bei nachbarschaftlicher Löschhilfe, bzw. bei Anforderung der Drehleiter, rücken wir ebenfalls mit dem TLF 3000 aus.

Schweres Löschfahrzeug (SLFA VP30)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungSLFA
FunkrufnameBludenz Pumpe
FahrzeugtypeMercedes Benz 911 4×4
Baujahr1975
AufbauRosenbauer
Techn. Gesamtgewicht10,5 t
Einsatzgewicht7,5 t
Motorleistung168 PS / 124 kW

Das Haupteinsatzgebiet dieses Fahrzeuges liegt in der Erstellung von Wasserförderungen über weite Wegstrecken. Für diesen Zweck befindet sich die doppelte Normlöschbeladung an Bord (doppelte Anzahl Schläuche und zwei Pumpen). Weitere wichtige Einrichtungen dieses Fahrzeuges sind die insgesamt 10 Pressluftatmer sowie ein leistungsfähiger Leichtschaumgenerator.

Das SLFA rückt als zweites Fahrzeug des 2. Löschzuges mit einer Besatzung von 1:8 Mann aus.

Universallöschfahrzeug (ULF 2000/400/750)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungULF
FunkrufnameBludenz ULF
FahrzeugtypeScania 124 G CrewCab
Baujahr1999
AufbauRosenbauer
Techn. Gesamtgewicht20,0 t
Einsatzgewicht15,0 t
Motorleistung360 PS / 265 kW

Eines der Highlights unseres Fuhrparks ist das Universallöschfahrzeug – wie der Name schon sagt unser „Universales Arbeitsgerät“.

Der Name „Universallöschfahrzeug“ beruht auf der Tatsache, dass mit diesem Fahrzeug mehrere verschiedene Löschmittel an die Einsatzstelle mitgebracht werden. Neben 2000 Liter Wasser werden 400 Liter Universalschaummittel, mehrere Kanister alkoholbeständiges Spezialschaummittel, 750 kg Flammbrandpulver sowie mehrere CO2 Feuerlöscher mitgeführt. Das ULF wird zur Brandbekämpfung und bei Unfällen mit eingeklemmten Personen eingesetzt. Da auch Chemieschutzanzüge mitgeführt werden, kann es auch bei Gefahrguteinsätzen eingesetzt werden.

Das ULF rückt stets mit einer Besatzung von 1:8 Mann aus

  • Bei Bränden als erstes Fahrzeug im 2. Löschzug
  • Bei Verkehrsunfällen als zweites Fahrzeug
  • Bei Gefahrguteinsätzen als zweites Fahrzeug

Schweres Rüstfahrzeug (SRFK)

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Technische Daten zum Fahrzeug
FeuerwehrbezeichnungSRFK
FunkrufnameBludenz Rüst 2
FahrzeugtypeScania G480 6×4*4
Baujahr2013
AufbauRosenbauer
Techn. Gesamtgewicht26,0 t
Einsatzgewicht26,0 t
Motorleistung480 PS / 353 kW

Das Rüstfahrzeug ist speziell für technische Einsätze konzipiert und mit Kran, Seilwinde und umfangreichen technischen Geräten ausgerüstet.

Das SRFK rückt im Rüstzug als 3. Fahrzeug mit einer Besatzung von 1:1 Mann aus.

Technische Daten im Detail:

Fahrgestell

  • Type: SCANIA G480 CB HHA / 6 x 4*4
  • Motorleistung: 353 kW (480 PS) bei 1900 U/min,EURO 5
  • Getriebe: Allison-Automatikgetriebe, 6-Gang, 2 Nebenabtriebe für Generator und Hydraulikpumpe, Verteilergetriebe VG 2400-3W
  • Antrieb: angetriebene Hinterachse, zuschaltbarer Vorderachsantrieb, gelenkte Nachlaufachse
  • Bereifung: 2 x Vorderachse 385/65 R 22,5, 4 x Hinterachse: 315/80 R 22,5, 2 x Nachlaufachse 385/65 R 22,5
  • Federung: Vorderachsen Parabel 9,0 t mit Stabilisator und Differenzialsperre, Hinterachse luftgefedert 11,5 t mit Differentialsperre, Nachlaufachse luftgefedert 7,5 t

Kabine

  • Besatzung: 1 + 1
  • Fahrerhaus: Original Fahrerhaus, Windschutzscheibe beheizt, Fensterheber elektrisch, Zentralverriegelung, luftgefederte und beheizte Sitze

Aufbauart

  • Rosenbauer Alu-Formrohrgerippe-Aufbau mit Hohlraumschutz und Aluminium Verblechung.
  • Dachblende aus Aluminiumblech weiß lackiert.
  • Profilschienen für individuell verstellbare Inneneinrichtung

Dach

  • Begehbares Aufbaudach, ausziehbare Aufstiegsleiter seitlich rechts hinten montiert

Geräteraum

  • Rosenbauer Rollläden mit Barlock-Verschlüssen schließen die Geräteräume staubdicht ab
  • Gerätetiefräume und Drehfächer COMFORT für optimierte Entnahme und sichere Lagerung von Ausrüstung wie z.B.: Halterungsblock für hydraulisches Rettungsgerät

Flutlichtmast

  • Pneumatisch ausfahrbarer LED-Flutlichtmast 8 x 42 W, FLEXILIGHT, elektrisch dreh-schwenkbar

Umfeldbeleuchtung

  • 4 Stk. LED-Scheinwerfer links und rechts
  • 2 Stk. LED-Scheinwerfer vorne
  • 2 Stk. LED-Scheinwerfer im Heck

Beladung

  • Normbeladung: SRF – Normbeladung gemäß Richtlinien des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes

Steuerungssystem

  • Rosenbauer Zentralelektrik mit Schalterkonsole für: Blitzleuchten im GFK-Dachüberbau, Martin-Feuerwehrhorn mit 4 Schallbecher, Frontblitzleuchten, Umfeldbeleuchtung, Verkehrsleiteinrichtung, usw.

Einbaugenerator

  • Generatortyp: Einbaugenerator mit Bedienpult in GR 4, Ausstattung mit Bedien- und Überwachungsinstrumenten laut ÖBFV-Richtlinie
  • Generatorleistung: 60 kVA
  • Anordnung / Antriebsart: Rahmeneinbau teilversenkt / Nebenantrieb

Bergekran

  • Type: PALFINGER PK-42002 SH mit 8 hydraulischen Ausschüben, max. Ausladung 21m
  • Kranseilwinde Hubkraft 25kN
  • Funkfernsteuerung, Rotator, Universalgreifer am Aufbaudach gehaltert, Kranscheinwerfer
  • 4 hydraulisch ausfahrbare Abstützungen, Abstützbreite max. 7,7 m
  • Lastmoment: 402,8 kNm (41,1 mto)
  • Anordnung / Antriebsart: Heckaufbau auf Oberkante Fahrzeugrahmen, Nebenantrieb mit Hydraulikölpumpe für Krananlage und Seilwinde

Seilwinde

  • Hydraulische Rahmeneinbauseilwinde, Fabrikat ROTZLER Treibmatic TR 080 2-Gang mit konstanter Zugkraft von 80 kN (8,0 t) über die gesamte Seillänge
  • Stahlseil 16 mm mit nutzbarer Seillänge von 90 m
  • Fernsteuerung im Fahrerhaus

Zusatzausstattung

  • Selbstrückspulende Kabeltrommel mit 50 m Kabel und Gifas-Verteiler
  • Selbstrückspulende Luft-Schlauchhaspel mit 50 m Schlauch, NW 13 und Anschlusskupplung
  • Ladegeräte zur Aufladung aller Bordakkus (Fahrzeug, Handscheinwerfer, Handfunkgeräte, usw.)
  • Verkehrsleiteinrichtung in LED-Technik im Heck
  • Rückfahrkamera mit Farbbildschirm im Fahrerhaus
  • Blinkleuchten in den Klappauftritten
  • NATO Steckdosen 12 V und 24 V

Abmessungen und Gewicht

L x B x H: ca. 9,150 x 2,500 x 3,770m
Zulässiges Gesamtgewicht 26t